Tiefe Seelenverbindung zu Pferden Teil 3

­čÉ┤Die wichtigsten Botschaften­čÉ┤

Jetzt l├╝fte ich das Geheimnis, welche besondere Belohnung mein Pferd bekommen hat, weil unser 1. Trabversuch geklappt hatte. Und dies ist direkt der 3. Tipp, wie du eine tiefe Seelenverbindung zu deinem Pferd aufbauen kannst:

­čĺĽ┬áFinde heraus , was deinem Pferd Freude macht┬á­čĺĽ

DENN: Auch Pferde haben Vorlieben.
Auch Pferde haben besondere Interessen. Manche Dinge machen ihnen besonders viel Spa├č. Und andere Dinge hingegen finden sie g├Ąhnend langweilig.

Mein Pferd geht wahnsinnig gerne im Gel├Ąnde spazieren. Das hatte ich schon gemerkt, als wir das 1. Mal drau├čen waren. Sein Blick, seine K├Ârperhaltung, seine Augen, die spielenden Ohren. Einfach mal den Kopf frei kriegen, etwas sehen. Das tut der Seele gut. Nicht nur uns Menschen.

Sicher gibt es auch Pferde, die spazieren gehen gar nicht so sch├Ân finden, weil es vielleicht (noch) mit ├ängsten verbunden ist. Das ist eben v├Âllig unterschiedlich.

Ich finde, wir sollten immer wissen, was unser Pferd mag und wo es aufbl├╝ht. Das haben sie doch verdient, oder?
Und als Belohnung ist das auch eine prima Sache.

Nachdem die 1. Trab├╝bung mit meinem Pferd gegl├╝ckt war, waren wir am n├Ąchsten Morgen ganz fr├╝h im Wald unterwegs. An der Hand nat├╝rlich. Und wir haben es sehr genossen. Es war einfach herrlich und er war tiefenentspannt. Ich meine auch, er h├Ątte leise “danke” in mein Ohr gefl├╝stert.

­čĺę Die Ern├╝chterung ­čĺę

Am Folgeabend wollten wir es nochmal mit dem Trab versuchen. Und es ging in die Hose. Er war einfach richtig schei├če drauf und sehr angespannt. Warum auch immer.

Aber ganz ehrlich: Ich habe danach ALLES in Frage gestellt.
Ich habe sogar gedacht, dass ich es sicher niemals schaffen werde, mit ihm mal entspannt durchs Gel├Ąnde zu reiten. Ich war einfach richtig entt├Ąuscht und gefrustet, weil ich dachte, diesen ├ťbergang von Schritt zu Trab schaffen wir NIE.

Ein paar Stunden sp├Ąter musste ich ├╝ber mich lachen.

Jetzt geht einmal was in die Hose und schon sehe ich nur schwarz und negativ. Ich habe mich dann daran erinnert, dass nunmal jeder Tag anders ist. Und ich habe mir bewusst gemacht, welchen Weg wir schon geschafft haben.

Nat├╝rlich stand auch wieder die Frage im Raum (seitens einer anderen Person): “Ja, man muss das mit dem Trab immer wieder machen, auch wenn er Angst hat, bis er eben keine Angst mehr hat und sich daran gew├Âhnt hat.”

Und da war ich wieder mit einem meiner Grunds├Ątze konfrontiert: Ich will nicht, dass mein Pferd Angst hat. Er darf Freude daran haben, wenn er geritten wird. Ich will nicht durch die Angst durch. Die hat er oft genug gesp├╝rt. Damit muss Schluss sein.

Also habe ich mir ├╝berlegt: “Mensch Sabine, ├╝berleg doch mal, wie er anfangs im Schritt war. Erinnere dich, wie du es geschafft hast, dass er jetzt gut und ENTSPANNT und VERTRAUENSVOLL im Schritt geht. Wie hast du das gemacht? Und genau so machst du das mit dem Trab.”

  

Und dann habe ich die Entscheidung getroffen: Ja, ich mache es genau wie mit dem Schritt. Minikleine Schritte. LOBEN, LOBEN, LOBEN. M├Âhrchen. M├Âhrchen, M├Âhrchen. Loben, loben, loben. Und mich wie ein kleines Kind freuen.

­čśé­čśé­čśé

Ich hatte mir vorgenommen, dass ich erstmal an der Hand mit ihm das Traben richtig gut ├╝be. Und ich jogge mit. Nicht vor ihm, neben ihm. So haben wir ge├╝bt, dass er neben mir auf Stimmkommando antrabt. Er hat das sehr schnell verstanden und ich merkte: ER LIEBT ES; wenn wir zusammen laufen. Er konnte gar nicht genug davon bekommen und ich habe ihn immer wieder mit kleinen M├Âhrenst├╝cken gelobt. Er hatte so eine Freude daran.

Heute habe ich das wieder so gemacht und es war wieder offensichtlich: Er liebt es!

Das hat so viel Spa├č gemacht und ich habe, so ganz nebenbei, auch Sport gemacht. ­čśŁ­čśů

Dann ging mein Mann rauf und ich habe ihn nur im Schritt gef├╝hrt. Damit wir da dran bleiben.

Und dann hatte ich einen Impuls: Trab mal an.

Er war so, als h├Ątte Gandhi mir gesagt, dass ich es jetzt ruhig wagen kann.

Und ich tat es und……

wir trabten und trabten und trabten.

Er zeigte auch mit Reiter oben drauf so viel Freude daran, mit mir diese Trab├╝bungen zu machen und ich konnte den Strick dann auch lockerer lassen, sodass er ein St├╝ck neben mir trabte.

Ich trabte mit ihm auf einem kleinen Zirkel, dann wieder ganze Bahn und freute mich wie Bolle. Keine Ahnung, wie ich es hinbekommen habe, 1. selbst zu laufen (hechel) und gleichzeitig ├╝berschwenglich und begeistert mit meiner Stimme zu loben. Aber er fand es so toll.

Und er hat nicht einmal Angst gehabt, sondern war ganz bei mir, meiner Begeisterung und meiner Stimme.

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Wenn mal etwas nicht klappt, d├╝rfen wir nie aufgeben, h├Âchstens neue, andere Wege suchen. Auch wenn andere Menschen was anderes sagen. Es gibt so viele Wege, die nach Rom f├╝hren. Wichtig ist aber, dass wir uns und unseren eigenen Grunds├Ątzen treu bleiben.

Und mein Grundsatz ist: Ich w├╝nsche mir Freude an unserem Zusammensein. Und aus dieser Freude heraus m├Âchte ich meine “Ziele” mit ihm erreichen.

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Manchmal kann ein Pferd uns dazu zwingen, umzudenken und die alten gewohnten Pfade zu verlassen.

Und wir d├╝rfen zeitgleich auch akzeptieren, dass ein Tag nie dem n├Ąchsten gleicht. Auch Pferde haben gute und schlechte Tage. Tage, an denen ihnen zu ganz anderen Dingen zumute ist, als wozu wir sie gerade auffordern. Das Thema mit der Erwartung ist da sicher ein ganz gro├čes.

So, das wars aber erstmal f├╝r heute.

Einen sch├Ânen, chilligen Tag.

Herzensgr├╝├če, Sabine

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